FeuerSeele
Eine Nachtwuchsband, völlig unbekannt. Als vorgezogenes Fazit wäre zu sagen, dass die Jungs (mit Mädel an der Geige) wohl noch einige Zeit in diesem Status werden bleiben müssen. Die interessanten Ansätze dieser im sogenannten „Mittelalter-Rock“ angesiedelten Band aus der Ecke Duisburg hielten sich jedenfalls in Grenzen – zu unspektakulär die Kompositionen, zu hintergründig die Gesangslinien. Kurioserweise war der einzige Titel, der ein wenig überzeugen konnte, derjenige, für den Geigerin und Dudelsackspieler die Bühne verließen, während der Sänger sich für den „nicht mittelalterlichen“ Song entschuldigte. Und so war es auch leicht punkig, was uns da entgegenschallte. Alles in allem verbesserungswürdig.
Nachtgeschrei
Bei Nachtgeschrei sah die Sache schon anders aus. In den wenigen Jahren ihrer Existenz haben die Frankfurter nicht nur drei empfehlenswerte bis grandiose Alben veröffentlicht, sondern sich auch als wunderbare Live-Band etablieren können. In der leider mit einer knappen Stunde viel zur kurzen Spielzeit begann die Band mit zwei Liedern des neuen Albums „Ardeo“und machten mit einem guten Schnitt der ersten beiden Alben weiter. Meine persönlichen Lieblinge „Drei Lügen“ und „Deine Spur“ fehlten zwar, aber ich wüsste kaum, auf welche der dargebotenen Lieder ich stattdessen hätte verzichen wollen. Hottis gewohnt äh: originellen Ansagen taten ihr übriges, um das Publikum zu überzeugen, tanzen, bangen und mitgröhlen zu wollen. Herrlich. Subway to Sally werden sich jedenfalls bei dieser Vorband im späteren Jahresverlauf warm anziehen müssen.